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Herbert Linge: Ein Leben im Dienste des Rennsports und der Innovation bei Porsche

Aktualisiert: 11. Jan.


Herbert Linge

Herbert Linge, ein Pionier in der Automobilwelt, dessen Karriere untrennbar mit der Geschichte von Porsche verbunden ist, hat in meinem Interview mit ihm Einblicke in sein beeindruckendes Leben und Wirken gewährt und zahlreiche Themen darin würden einen eigenen Podcast füllen. Ob der Aufbau der Firma nach dem Krieg, er, als Einmannservice aller Porsche in Amerika und dem Aufbau des Servicenetzes, als es doch zu viel wurde, die Entwicklung am 917, Le Mans und Linge als Double von Steve McQueen, wie er das Entwicklungszentrum in seine Heimatstadt Weissach gelotst hat, die Erfindung der ONS-Sicherheitsstaffel,… diese Ausnahmekarriere umfasst so viele einzelne Meilensteine – man mag es kaum glauben, nur von einem Lebensweg zu reden.

 


Linge begann seine Laufbahnanfänge bei Porsche in einer Zeit des Aufbruchs und der Innovation. "Ich war dabei, als wir die ersten Schritte machten, die Porsche als Marke prägen sollten", erinnert sich Linge. Er spielte eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung verschiedener Porsche-Modelle und brachte seine umfassenden technischen Kenntnisse und seine Leidenschaft für den Rennsport ein.

 

Neben dem 917 arbeitete Linge an zahlreichen anderen Projekten, die die Automobilwelt prägten. Er war maßgeblich an der Entwicklung von Sicherheitsinnovationen beteiligt, die heute in der Automobilindustrie als Standard gelten. "Sicherheit war schon immer eine Priorität für mich", betont Linge, "es ging darum, sowohl die Fahrer als auch die Fahrzeuge zu schützen."

 

In den 1960er Jahren trug Linge auch dazu bei, Porsche auf der Rennstrecke zu Ruhm zu verhelfen. Seine Erfahrungen als Fahrer und Entwickler ermöglichten es ihm, wertvolle Einblicke in die Performance und das Handling der Fahrzeuge zu liefern. "Jedes Rennen war eine Gelegenheit, zu lernen und sich zu verbessern", sagt Linge. Er nahm an zahlreichen Rennen teil und erzielte beeindruckende Erfolge, die bis heute in der Motorsportgeschichte nachhallen.

 

Aber Linges Leben drehte sich nicht nur um Geschwindigkeit und Wettbewerb. Er spricht auch über die Wichtigkeit von Teamarbeit und Innovation. "Bei Porsche waren wir wie eine Familie. Jeder brachte seine Ideen ein, und gemeinsam haben wir sie umgesetzt." Diese Philosophie des kollektiven Strebens nach Exzellenz half Porsche, sich als einer der führenden Hersteller im Motorsport und in der Automobilindustrie zu etablieren.

 

Herbert Linge: Mehr als ein Rennfahrer und Ingenieur – Ein Stuntman in Le Mans

 

Neben seiner beeindruckenden Karriere als Entwickler und Rennfahrer bei Porsche spielte Herbert


Linge eine ungewöhnliche, aber aufregende Rolle in der Filmindustrie. In dem berühmten Rennfilm "Le Mans" aus dem Jahr 1971, der für seine realistische Darstellung des 24-Stunden-Rennens bekannt ist, übernahm Linge eine besondere Aufgabe: Er war das Double für den Hollywood-Star Steve McQueen.

 

"Die Arbeit am Set von 'Le Mans' war eine ganz neue Erfahrung für mich", erinnert sich Linge. Er brachte nicht nur sein fahrerisches Können in die Filmproduktion ein, sondern half auch dabei, die Rennszenen so authentisch wie möglich zu gestalten. "Es war wichtig, dass die Szenen realistisch waren, dass sie das wahre Gefühl und die Intensität des Rennsports einfingen", sagt Linge.

 

Seine enge Zusammenarbeit mit Steve McQueen, neben seiner Schauspielerei ein  Rennsportenthusiast mit besonderem fahrerischen Talent, war ein weiterer Höhepunkt seiner Karriere. "McQueen war leidenschaftlich, wenn es um Rennsport ging, und er wollte, dass der Film diese Leidenschaft widerspiegelt."

 


Dieses Interview habe ich mit Herbert Linge kurz nach seinem 90. Geburtstag, im November 2018 aufgenommen. Ich habe es in Folge 17 bisher lediglich als verkürzte Fassung veröffentlicht. Hier gibt es jetzt die ganze Folge, sozusagen den „Director’s Cut“:


Oder ihr hört euch den Podcast gleich hier an:


 



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