• Karsten Arndt

Fritz Wagner - Der BMW M1-Papst

Es gibt Autofans, Sammler, Schrauber und Enthusiasten - bei den meisten von uns hing (oder hängt) das Traumauto über dem Bett oder steht als Modellauto in der Vitrine.

Nicht so bei Fritz Wagner: der Bayer vereint nicht nur alle oben genannten Eigenschaften aufs Äußerste - er ist mit der Präsentationdes M1, dem Supersportwagen aus München, diesem verfallen und musste selbst einen besitzen.

Diesem Ziel hat er jahrelang alles untergeordnet, wovon auch dessen Familie ein Lied zu singen weiß, denn es ist nicht bei "nur" einem M1 geblieben, er hat jedes Teil, das ihm in die Finger kam, gesammelt und eingelagert. Ganze Fahrzeuge in desolatem Zustand, Karosserieteile, Felgen, Motoren, Prototypenteile und auch als BMW selbst einst das eigene Lager mit den den noch übrigen Ersatzteilen geräumt und zum günstigen Preis abgegeben hat, war Wagner als Erster zur Stelle, auch wenn er bis dato noch gar nicht wusste, wie er das Geld dafür aufbringen würde.

So hat er aber nicht nur ein paar M1 in seinem elterlichen Bauernhof in Kolbermoor zusammengesammelt - er besitzt die vielleicht außergewöhnlichsten Fahrzeuge der Baureihe, darunter den allerersten jemals gebauten M1, den Allerletzten, Procars, einen von Sauber modifizierten und den nach dem von Andy Warhol bemalten, vielleicht Wertvollsten: eines von fünf originalen Werksautos (Bj. 1979, Fahrgestellnummer 018), welches der 3-fache Formel 1 - Weltmeister Nelson Piquet in der Procar-Serie gefahren hat!

Hört euch meinen Podcast über einen positiv Besessenen an, bei dem ich im Gespräch das Gefühl hatte, dass er es manchmal selbst kaum glauben kann, was er in seinem Leben alles zusammengesammelt hat und genau diese Bescheidenheit, macht ihn zu einem so besonderen Gesprächspartner, der in Kolbermoor einen wahrhaft mystischen Ort geschaffen hat - nicht nur für Fans des BMW M1!

Alle Fotos: © Karsten Arndt, Farbbild.com


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