Das "Race of Legends" zum 50. Jubiläum der BMW M und launige Talkrunden mit Rainer Braun

Aktualisiert: 6. Juni

'Es könnte schlimmer kommen', dachte ich, als ich las, was BMW da im Rahmen des 24H-Rennens auf dem Nürburgring und anlässlich des 50. Jahrestages der BMW M GmbH (vormals BMW Motorsport GmbH) geplant hatte: 10 Legenden der Motorsport- und M-Geschichte in gleichwertigen BMW M2 CS Racing im Vorporgramm zum Langstreckenklassiker, der 2022 ebenfalls die 50. Auflage feierte.

Doch bevor ich etwas über das Rennen schreibe, möchte ich das Wochenende in der richtigen Reihenfolge Revue passieren lassen und dazu gehört der eigentliche Grund meines Besuchs am Nürburgring: die Legendentalks zusammen mit einer ebensolchen Legende hinterm Mikrofon, Rainer Braun! Ich bin froh und dankbar, dass er sich die Zeit genommen hat, mit mir zusammen seine alten Kumpels aus 50 Jahren BMW M - und Rennsporthistorie zu treffen.


Was aus unseren Gesprächen herausgekommen ist, könnt ihr euch im heute erschinenen Podcast anhören.

Freut euch auf:

Den Gründer der BMW Motorsport (und späteren M) GmbH Jochen Neerpasch und den heutigen CEO der M GmbH Franciscus van Meel. Die DTM-Legenden S.K.H. Leopold Prinz von Bayern und Harald Grohs. Die zwei Rennfahrer- und Fernsehkommentatorengenerationen Jochen Mass und Dirk Adorf und Rennfahrer Johnny Cecotto und das aktuelle BMW-Juniorenteammitglied Max Hesse.

Es gibt übrigens ein neues Buch zum 50. Jubiläum der BMW M GmbH, welches ich euch gerne empfehlen möchte: "BMW M - Der stärkste Buchstabe der Welt" von Andreas Braun.

(ihr könnt es z. Bsp. hier kaufen: https://amzn.to/3PXZtNj - dies ist ein Amazon-Affiliatelink, wobei ich eine Provision bekomme, ihr aber nicht mehr bezahlt)

 

Nun aber zum eigentlichen Rennen:

Man wagt als Fan der alten Fahrergarde und mit einem Mimimum an Hintergrundwissen über die Marketingmühlen der großen Konzerne mittlerweile ja gar nicht mehr daran zu denken, dass so ein Rennen möglich sein könnte. Aber was BMW da am letzten Maiwochenende abgefeuert hat, belehrte eines Besseren, war keine abgesprochene Kaffeefahrt nach Drehbuch, sondern wirklich ganz großes Kino und Racing wie zu alten Zeiten, denn auch die Fahrer haben mehr als abgeliefert.

Die Fahrer des Race of Legends: Dirk Adorf (DE), Bill Auberlen (USA), Johnny Cecotto (VEN), Eddie Cheever (USA), Harald Grohs (DE), Olaf Manthey (DE), Jochen Mass (DE), Arturo Merzario (IT), Steve Soper (UK), S.K.H. Prinz Leopold von Bayern (DE, musste leider wegen Krankheit absagen)), Franciscus van Meel (NL) und Eric van de Poele (BEL)

Wer wirklich der mit treuherzigem Blick untermauerten Aussage eines Harald Grohs geglaubt hatte, dass es ja "eigentlich um nichts gehen" würde, wurde nach dem (stehenden) Start spätestens in der Yokohama-Kurve (ja, das ist bereits die erste Abzweigung nach Start- und Ziel, genau vor der AMG-Tribüne) eines Besseren belehrt:

Dirk Adorf, Olaf Manthey und der Belgier Erik van de Poele testeten bereits hier unter dem Gejohle der Zuschauer aus den vollbesetzten Tribünen die Geländegängigkeit ihrer Fahrzeuge.


Olaf Manthey konnte zwar noch eine Runde dranhängen, war dann aber, wie zuvor schon van de Poele, zum Zuschauen verdammt.

Unterdessen wurde im Feld weiter gekämpft - es wurde wild gerangelt, besonders hervorzuheben sind hier Johnny Cecotto und Steve Soper, die Racing wie früher boten, was auch die Autos klaglos weggesteckt haben und sich nicht in Form von Carponsplittern über die Fahrbahn verstreuten.

Verdienter Sieger war übrigens DIE Institution, wenn es um das BMW-Motorsportengagement in den USA geht: Bill Auberlen, der nach der Bestzeit im Qualifying und trotz Reverse Grit (umgekehrter Startreihenfolge) vom letzten Platz ins Rennen ging und sich durchs gesamte Feld arbeitete, zeitsparend aus materialmordenden Duellen mit den Konkurrenten heraushielt (von einem sanften Klaps von Cecotto auf den Kotflügel einmal abgesehen) und verdient den Siegerpokal von seinem Konkurrenten auf der Strecke und BMW M - CEO, Franciscus van Meel, entgegennehmen konnte.

Die Pokale wurden überreicht von Ehrengast Jean Todt (übrigens einem der ersten Mitarbeiter der BMW Motorsport GmbH), Jochen Neerpasch (Grüber der BMW Motorsport GmbH) und Franciscus van Meel (CEO BMW M GmbH)

Muss ich noch erwähnen, dass sich am Ende alle Fahrer lachend in den Armen lagen? Von daher hatte Harald Grohs sicher Recht: Es ging für die Fahrer um nichts mehr und vielleicht war es gerade diese Leichtigkeit, die dieses Rennen so einzigartig gemacht hat. Danke BMW M - wir freuen uns schon auf euer Jubiläumsrennen zum 51. Geburtstag des schnellsten Buchstabens der Welt!


Hier noch ein paar Fotos von mir von diesem ereignisreichen Wochenende:


Alle Fotos: ©Karsten Arndt, Farbbild.com mit freundlicher Unterstützung von


Das 30-minütige Rennen könnt ihr euch in voller Länge mit dem unterhaltsamen Kommentar von Olli Martini hier ansehen:


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